Meine Philosophie

Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass wir als Menschen wesentlichen Entwicklungsprozessen unterworfen und fast schon ausgeliefert sind. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als irgendwann den Schritt in eine bestimmte Haltung gegenüber dem Leben zu machen.

Die Haltung kennzeichnet sich durch Wertschätzung gegenüber dem Leben und allem Lebendigen, inklusive uns selbst. Einer grundsätzlichen Demut in der Begegnung mit Menschen, Tieren, Pflanzen und der Existenz an sich ist wesentliches Element dieser Wertschätzung.

Wenn wir anfangen uns als endliche Wesen zu betrachten, die eben nicht unseren Planeten und das sonnsystem beherrschen, sondern lernen, uns der Schönheit und Tiefe des Seins hingeben zu können, dann spüren wir in uns, dass wir in jedem Moment unseres Daseins von einer bestimmten Kraft und Liebe gehalten werden.

Als ich klein war, am Meer.

Wir bekommen Kontakt zur Essenz. Unausprechlich, unbeschreibbar, alldurchfließend. Laotse nannte dieses Unausprechliche: das Dao oder Tao.
Es ist ein immerwährendes “Ja” zu allem. Auch wenn wir es rational nicht verstehen können. Auch wenn keine wissenschaft der Welt es jemals hinreichend erklären kann, können wir es dennoch spüren und zu jeder Zeit und jedem Ort Kontakt dazu aufnehmen.

Eine meiner Lehrerinnen, Kira Kay, nennt es schlicht und einfach “grace” Die Gnade oder Anmut alles Lebendigen, die stetig in uns schwingt und wir über einfache Intention, damit Kontakt aufnehmen können.
Diese Qualität lernen wir kennen, wenn wir ausreichend meditiert haben und wir spüren auch, dass wir eine Verbindung dazu haben.

Damit verbunden, ergibt sich die Haltung in meiner Arbeit. Die phänomenologische Haltung. Das Vertrauen, in das was geschieht, wie sie schon Hellinger hatte und auch zahlreicher seiner SchülerInnen. Wie z.B. Wilfried Nelles und Thomas Gessner, die diese Haltung in Coaching und vorallem ihrer Aufstellungsarbeit haben.

Wenn wir vertrauensvoll mit dem gehen, was im Hier und Jetzt geschieht und es ist nicht bewerten, noch verändern wollen, dann kann sich das zeigen und entfalten, was die Wahrheit ist, das was Liebe und Bewusstheit ist.

Nach neun Jahren rationalem Philosophiestudium in Jena und Leipzig, in Verbindung mit einer sozialen Ausrichtung und noch einmal genauso viel Selbststudium und Selbsterfahrung in Achtsamkeit, Meditation und spirituellen Ansätzen, habe ich gelernt zu unterscheiden. Und vorallem habe ich das entdekct, was mir entspricht, was sich durch mich ausdrücken möchte.

Auch wenn ich längst noch nicht am Ende angekommen bin und auch einige Schwächen und Unzulänglichkeiten mit mir herum trage, weiß ich doch eins: Ich bin sicher und am Leben.