LebensIntegrationsProzess

Mit der Aufstellungsarbeit im Lebensintegrationsprozess nach Wilfried Nelles beginnen wir als Erwachsene zu verstehen, dass wir Teil eines Ganzen sind, welches uns hält und in dem wir sicher eingebettet sind. Was auch immer in unserem Leben geschieht, steht in enger Verbindung mit der Art, wie wir es betrachten und darin handeln. Dies ist immer abhängig von unserem gegenwärtigen Bewusstseinszustand. Mal (re)agieren wir wütend oder freudig, wie überschäumende Kinder, manchmal übermütig und abenteuerlustig oder rebellisch und aufmüpfig, wie sich frei denkende Jugendliche, und selten auch einmal ganz still und bewegungslos, wie ein ungeborenes Kind. Die meisten Handlungen führen und Entscheidungen fällen wir jedoch lange Zeit unseres Daseins unbewusst, bis uns das Leben mit dem berührt, was wir in der Aufstellungsarbeit am besten kennenlernen und einüben können.

Unser erwachsenes Selbst im eigenen Leben.

Wir begegnen uns mit allen Erfahrungen aus der Vergangenheit, die uns bis hierher ins Jetzt gebracht haben. Von hier aus können wir alles würdigen: Unsere Eltern, ihre Vorstellung von Erziehung, unsere Familie, unsere Familienkultur, unsere Lehrer, unsere Freunde, Schüler, Verwandte, und alle Mitmenschen, denen wir irgendwann einmal begegnet sind und die unser Leben bis hier her ein Stück mitgeformt haben.
Wenn wir bereit sind zu sehen, dass alle stets ihr Bestes getan haben, nach bestem Wissen und Gewissen, im wahrsten Sinne, dann können wir auch erkennen, dass wir ohne dieses Zutun niemals hier angekommen wären. In der Gegenwart. In unserer Gegenwart. In der besten aller möglichen Welten. Hier sind wir wirklich präsent und anwesend. Hier findet unser Leben statt und von hier aus findet auch der Rest unseres weiteren Lebens statt. Von hier können wir alles sein und erreichen. Zusammen mit der Würdigung unserer Vergangenheit können wir uns in ein neues bewussteres Licht kommen lassen.