Einzelformat · Einzel- & Gruppenarbeit · nach David Grove
Clean Space — Erkenntnisse im Raum
Ein Prozess für Momente, in denen lineares Denken nicht weiterbringt
Es gibt Themen, die sich nicht denken lassen — die man bewegen muss. Clean Space ist ein begleitetes Verfahren der Selbstwahrnehmung, das genau das einlädt: sich im Raum zu bewegen, verschiedene Positionen einzunehmen und wahrzunehmen, was sich von dort zeigt, was von hier noch nicht sichtbar war.
Nicht der Begleiter deutet — der Raum selbst wird zum Resonanzfeld. Jede Position trägt ihr eigenes Wissen.
Der Prozess wurde von David Grove entwickelt, dem Begründer von Clean Language, und bewegt sich in der gleichen Grundhaltung, die auch meine Aufstellungsarbeit und die Arbeit im Lebensintegrationsprozess trägt: Nicht eingreifen. Nicht interpretieren. Sondern halten, begleiten — und dem Phänomen erlauben, sich zu zeigen.
Husserls Epoché, die phänomenologische Grundgeste des Innehaltens und Nicht-Urteilens, findet hier eine körperliche Form. Statt in der Stille zu sitzen, geht man. Statt nach innen zu schauen, schaut man von verschiedenen Orten aus — und entdeckt, dass der Außenraum ein Spiegel des Innenraums ist.
Besonders wertvoll ist Clean Space in Momenten des Feststeckens — wenn ein Thema immer wieder kommt, sich dreht, aber nicht löst. Der Prozess unterbricht dieses Muster nicht durch Technik, sondern durch Raum. Neue Orte ermöglichen neue Wahrnehmungen. Und manchmal genügt ein einziger Schritt, um zu sehen, was vorher nicht sichtbar war.
Was dabei entsteht, kommt nicht von mir. Es entsteht im Feld — zwischen dir, dem Thema, und dem Raum, der sich darum legt. Meine Aufgabe ist es, diesen Raum zu halten und die richtigen Fragen zu stellen: offen, nicht lenkend, nah an dem, was sich zeigt.
Dienstags & freitags, 9–10 Uhr · 0163 – 3903909
